Team Deutschland-Achter krempelt die Ärmel hoch

Hohe Motivation und gute Entwicklung im Trainingslager in Völkermarkt

Seit Anfang der Woche befindet sich das Team Deutschland-Achter im Trainingslager in Völkermarkt. In Österreich arbeitet das junge Team, dessen Altersdurchschnitt noch einmal gesunken ist, weiter an seiner Entwicklung und hat dabei die Mitte September im tschechischen Racice stattfindenden Weltmeisterschaften im Blick.

Zuletzt bei den Europameisterschaften landete der Deutschland-Achter auf Platz vier. Mit etwas Abstand blickt Bundestrainer Uwe Bender besonnen zurück: „Ich habe immer gesagt, dass die EM für uns ein Lernprozess wird. Jetzt haben wir Lehrgeld bezahlt. Aber wir nehmen das mit, wir haben nun eine negative Erfahrung gemacht, auch das gehört dazu. Wir müssen aus dieser Niederlage lernen. Es ist wichtig, wieder aufzustehen und weiterzumachen.“ Genau das haben sich auch die Sportler aus dem Team Deutschland-Achter auf die Fahnen geschrieben.

Seit Donnerstag im Deutschland-Achter

Seit Montag trainieren die Athleten auf dem Völkermarkter Stausee bei besten Ruderbedingungen. Die ersten drei Tage wurde im Zweier und Vierer gerudert, weil Steuermann Jonas Wiesen wegen eines Corona-Verdachtsfalls zunächst isoliert wurde. Der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht, und so sind die Sportler seit Donnerstag auch wieder im Deutschland-Achter unterwegs. Der Wille ist ungebrochen, wie Bender verrät: „Das sind gute Jungs, die hochmotiviert mitmachen und hohe Ziele erreichen wollen. Wir haben ein sehr junges Team und wollen uns auf allen Ebenen weiterentwickeln.“

Änderungen in der Besetzung

Die Besetzung im Deutschland-Achter hat sich im Vergleich zur EM noch einmal geändert, nun sitzen fünf Ruderer, die noch im U23-Bereich rudern könnten, im Boot. Laurits Follert und Olaf Roggensack sind wegen ihrer Ausbildung bei der Bundespolizei nicht mit ins Trainingslager gereist und werden wie abgesprochen auch nicht an der WM teilnehmen. Dafür rücken Tom Tewes und Mark Hinrichs ins Boot. Beide haben aufgrund verschiedener Ausfälle während der Saison schon einige Male – sowohl im Training als auch im Wettkampf – einen der Rollsitze im Großboot eingenommen. „Die Jungs haben schon ziemlich viele Kilometer im Achter und sind auf verschiedenen Positionen mitgefahren. Wir fangen jetzt also nicht bei Null an“, sagt Bender.

Johannesen bleibt Schlagmann

Zuletzt war Tewes bei der EM im Achter im Einsatz, weil Mattes Schönherr wegen einer Rippenverletzung kurzfristig ausfiel. Mittlerweile ist auch Schönherr wieder an Bord. Die Rolle des Schlagmanns soll aber Torben Johannesen behalten, der es „bei der EM gut gemacht hat“, so Bender. Schönherr rudert dafür auf der Position sechs. Als Ersatzleute fungieren ab sofort Leon Schandl und Henry Hopmann. Den Vierer bilden weiterhin Marc Kammann, Theis Hagemeister, Malte Großmann und Max John, der allerdings kurzzeitig wegen eines Radunfalls pausieren muss und sich bei Ex-Ruderer und Arzt Dr. Jochen Urban in Behandlung befindet.

Erste Woche liefert wichtige Erkenntnisse

Die erste Woche hat das Team Deutschland-Achter gut genutzt. Bis zu dreimal pro Tag wurde mit großen Umfängen trainiert, vornehmlich auf dem Wasser, aber auch auf dem Rennrad und im Kraftraum. Bei einer Videoauswertung und Messbootfahrten konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen und vermittelt werden. Und beim anschließenden Streckenfahren sah Bundestrainer Bender „eine gute Entwicklung“, gab aber auch einen klaren Auftrag mit auf den Weg: „Die Jungs machen sich ganz gut, so können wir arbeiten. Das müssen wir aber auch. Wir haben immer noch viel Luft nach oben, die wir weiterhin versuchen zu erreichen.“ Bis zum 30. August trainiert das Team Deutschland-Achter noch weiter in Völkermarkt.

21.08.2022 | von Felix Kannengießer

 

In den ersten Tagen wurde in Völkermarkt vor allem im Zweier und im Vierer trainiert.

Termine

SH Netz Cup in Rendsburg

Freitag, 30.09.: Ergo-Cup im Rendsburger Hafen (19.30 Uhr)
Samstag, 01.10.: Sprintrennen im Rendsburger Hafen (16.10 Uhr)
Sonntag, 02.10.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg (13.10 Uhr)
Nationen: Deutschland, Niederlande, USA, Ukraine

TV-Übertragung:
NDR Schleswig-Holstein Magazin (Fr., ab 19.30 Uhr)
NDR live (So., 13.00 Uhr - 14.00 Uhr)
Weitere Infos: shnetzcup.de

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