„Die Geschwindigkeit vermisst“

Nach den ersten Fahrten im Deutschland-Achter und Vierer ohne Steuermann stehen Torben Johannesen und Wolf-Niclas Schröder im Doppel-Interview Rede und Antwort.

Heute war für die Ruderer am Stützpunkt in Dortmund ein besonderer Tag. Mit einem großen Lächeln auf den Lippen ließen die Athleten am heutigen Dienstag erstmals nach der langen Corona-Pause wieder den Vierer ohne Steuermann und den Deutschland-Achter zu Wasser. Zwei Einheiten absolvierten die Sportler. Wie die gelaufen sind und wie der Plan bis zur EM im Oktober ist, verraten Torben Johannesen aus dem Deutschland-Achter und Wolf-Niclas Schröder aus dem Vierer ohne Steuermann im Doppel-Interview.

Wie war das Gefühl, wieder im Mittel- und Großboot zu sitzen?

Schröder: Ich hatte mich auf eine Saison im Vierer gefreut. Dann mussten wir erst ganz pausieren und durften anschließend nur im Zweier fahren. Von daher fühlt es sich sehr gut an, wieder im Vierer zu sitzen. Ich habe die Zusammenarbeit mit den anderen vermisst. In der Mannschaft macht es einfach mehr Spaß. Und die Geschwindigkeit habe ich auch vermisst.
Johannesen: Das kann ich bestätigen, im Mittel- und Großboot ist es deutlich dynamischer und schneller. Für mich war es super, wieder im Deutschland-Achter zu fahren. Da haben wir ja jetzt auch lange genug drauf warten müssen.

Wie gut liefen die ersten Fahrten?

Johannesen: Anfangs war es noch etwas ungewohnt und holprig. Aber es wurde sehr schnell besser. Ich sehe uns auf einem guten Weg, unser Niveau zu erreichen.
Schröder: Bei uns hat es auch besser geklappt als erwartet. Es war sicher von Vorteil, dass wir seit sechs Wochen wieder Zweier fahren durften. Das ist zwar schon etwas anderes, aber wir fangen nicht bei Null an.

Was für Herausforderungen warten nun auf euch?

Schröder: Es ist noch ordentlich was zu tun bis zur EM. Jedes Duo rudert den Zweier für sich ja etwas anders. Wir müssen versuchen, dass wir das im Vierer zusammen kriegen und aufeinander abstimmen. Es sind viele kleine Dinge, die wir nun verbessern müssen, um auf das Level zu kommen, wo wir hin wollen. Da müssen wir geduldig sein, das wird seine Zeit dauern.
Johannesen: Es ist wichtig, jetzt das Gefühl für den Achter wiederzufinden und in den richtigen Rhythmus zu kommen. Aber wir haben ein gutes Trainerteam und einen guten Steuermann, deswegen bin ich da zuversichtlich. Auch mit den neuen Hygiene-Regelungen läuft alles gut. Natürlich müssen wir uns wegen der Corona-Pandemie alle sensibilisieren. Wir versuchen zum Beispiel, so wenig Berührungspunkte wie möglich zu haben. Und unser Steuermann Martin Sauer trägt jetzt eine Maske. Da mussten wir uns auch erst dran gewöhnen, anfangs waren die Kommandos nicht so deutlich zu verstehen. Aber das haben wir mit dem Lautsprecher geregelt.

Wie sieht der Plan bis zur EM aus?

Schröder: Wir konzentrieren uns jetzt hauptsächlich auf die Arbeit im Vierer ohne Steuermann, die anderen im Deutschland-Achter. Im August haben wir eine kurze Sommerpause. Danach liegt der Fokus voll auf der EM.
Johannesen: Für uns ist absolut wichtig, dass wir die Europameisterschaften als Ziel vor Augen haben. Ohne Ziel wäre es für den Kopf unfassbar schwierig.

02.06.2020 | Interview: Felix Kannengießer

Der Deutschland-Achter düst wieder über den Dortmund-Ems-Kanal.

Auch im Vierer ohne Steuermann war die Freude über den Start im Mittelboot groß.

Ein ungewohntes Bild: Steuermann Martin Sauer mit Mund-Nase-Maske.

Fotos: Detlev Seyb

 

Termine

9.-11.10.2020: Europameisterschaften in Posen/Polen

16-18.10.2020: SH Netz Cup in Rendsburg

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