U23-Ruderer hoffen auf die EM in Duisburg

Auch der Rudernachwuchs am Stützpunkt Dortmund trainiert wieder. Ergotest zum Einstieg.

Das Team Deutschland-Achter hat Anfang Mai das Training wieder aufgenommen. Auch der Rudernachwuchs am Stützpunkt in Dortmund darf unter strengen Auflagen in Zweier-Booten wieder aufs Wasser. Zuvor konnten die U23-Ruderer jedoch beim Ergometer-Test zeigen, dass sie in den Wochen zu Hause keine Fitness eingebüßt haben.

Seit dem Shutdown haben sich die U23-Ruderer – wie die meisten anderen Sportler auch – individuell fit gehalten. Vom Stützpunkt konnten Ergometer ausgeliehen werden, dann galt es im heimischen Garten, auf dem Balkon oder auf dem Parkplatz vor der Tür kräftig zu ziehen. Nun, da das Training auf dem Dortmund-Ems-Kanal wieder möglich ist, verlagern sich die Einheiten an den Stützpunkt zurück, wo die gleichen strengen Hygiene-Regeln wie beim Team Deutschland-Achter eingehalten werden.

Kurzum bedeutet das: Alle Sportler kommen schon umgezogen zum Stützpunkt, nutzen dort nur die Bootshalle, trainieren in Zweiergruppen und sind nach der Einheit sofort wieder weg. Die Zeiten sind so gestaffelt, dass sich die Gruppen untereinander nicht begegnen. Alle üblichen Hygiene-Maßnahmen werden beachtet. „Bislang klappt das sehr gut“, berichtet U23-Bundestrainer Christian Viedt.

Gute Leistungen beim Ergometer-Test

Bevor das Training im Mai wieder losging, hatte das Trainerteam Viedt und Friedrich Wilhelm Bücker einen Ergometer-Test angesetzt. Dafür kamen einige der Ruderer nach Dortmund, andere quälten sich zu Hause, mit Mutter oder Vater im Hintergrund als Motivator. Das Heimtraining hatte sich anscheinend gelohnt, bei einigen der Sportler fielen die Bestzeiten. Vor allem Benedict Eggeling, Nick Welzenbach und Henning Köncke konnten sich ordentlich steigern.

„Brauchen Zeit und Geduld“

„Die Bedingungen waren nicht für alle optimal, deswegen ist es schwer einzuordnen. Aber insgesamt waren einige gute Leistungen dabei“, erzählt Viedt: „Für die Jungs war es eine zweite Chance nach dem Ergometer-Test im vergangenen Herbst. Außerdem war es nach fünf Wochen zu Hause auch mal eine Abwechslung, wieder einen Wettkampf zu bestreiten. Jetzt wollen wir die Gelegenheit nutzen, dass wir wieder trainieren dürfen. Wir werden aber nichts übers Knie brechen. Wir brauchen nach dieser Ruderpause Zeit und Geduld.“

Noch ein Fragezeichen hinter der EM

Wie es mit allen anderen Wettkämpfen aussieht, muss abgewartet werden. Die U23-Weltmeisterschaften wurden abgesagt, hinter der U23-EM am 5. und 6. September in Duisburg steht noch ein Fragezeichen. Die FISA will am 30. Mai über die Austragung der EM entscheiden. Davon ist auch abhängig, in welcher Weise die deutschen U23-Ruderer weiter trainieren werden.

Die Pläne stehen

„Momentan trainieren wir recht moderat. Es ist nach der längeren Pause mehr ein Aufbautraining. Aber sobald feststeht, dass die EM stattfindet, wird es wieder intensiver. Dann wird es eine Kleinboot-Ausscheidung geben und noch ein Trainingslager“, verrät Viedt: „Natürlich haben wir uns auch für den Fall einer EM-Absage vorbereitet. Aber die Pläne bleiben erstmal in der Schublade. Wir warten die Entscheidung ab und halten uns fit.“

23.05.2020 | von Felix Kannengießer

Die U23-Ruderer waren bis Anfang März noch im Trainingslager in Mequinenza.

Legten gute Zeiten auf dem Ergo hin: Benedict Eggeling und Henning Köncke.

Die U23-Trainer Christian Viedt (vorne) und Friedrich Wilhelm Bücker.

Termine

9.-11.10.2020: Europameisterschaften in Posen/Polen

16-18.10.2020: SH Netz Cup in Rendsburg

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