Vaterfreuden und hartes Training für Weltmeister-Duo in Dortmund

Richard Schmidt und Malte Jakschik, der gerade Vater wurde, sind nicht mit ins Trainingslager gefahren. Das Duo hat aber den gleichen Trainingsplan wie die Kollegen in Sabaudia.

Morgens, 7.30 Uhr in Sabaudia: Die Ruderer des Team Deutschland-Achter steigen zum Frühtraining in die Zweierboote. Zur gleichen Zeit ist auch auf dem Dortmund-Ems-Kanal ein Zweier unterwegs – Richard Schmidt und Malte Jakschik sind nicht mit ins Trainingslager nach Italien gereist, absolvieren aber hierzulande das gleiche Programm wie die Kollegen im Süden. Der Grund kann schöner nicht sein: Jakschik ist am Mittwoch erstmals Vater geworden.

„Für mich gab es da gar keine Diskussion, ob wir ins Trainingslager mitfahren, als klar war, dass Malte in diesem Zeitraum Vater werden könnte. Es ist ein wichtiger Moment, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein“, sagt Schmidt, der seit April selbst Vaterfreuden erleben darf und sagt: „Es gibt nichts Schöneres.“ Bei seinem Ruderkollegen konnte sich Jakschik gleich ein paar Tipps holen, ansonsten wurde in den vergangenen Wochen aber vor allem viel trainiert.

Duo schafft sich Alternativen

In Dortmund hatten Schmidt und Jakschik zwar nicht die Sonne Italiens im Rücken, aber die Wetterbedingungen hätten für Duo in Deutschland kaum optimaler sein können. „Es war zwar ein bisschen kalt, aber meistens windstill. Wir konnten unser Programm durchziehen und haben versucht, alles so zu machen wie die Jungs in Sabaudia“, berichtet Schmidt. Statt den Radeinheiten in den Bergen Italiens setzte sich das Achter-Weltmeister-Duo auf das Radergometer am Stützpunkt. Wenn in Sabaudia Vierer und Achter gefahren wurde, spulten die beiden stattdessen die Kilometer im Zweier ab.

„Das Beste daraus gemacht“

„Wir hatten exakt den gleichen Trainingsplan. Der Fokus lag ja ohnehin auf dem Kleinboot, also denke ich nicht, dass es ein Problem wird, dass wir in Deutschland geblieben sind. Wir haben das Beste daraus gemacht. Ob es ein Nachteil war, das werden wir dann beim Zweier-Test Ende Januar sehen“, sagt Schmidt und erzählt: „Es ist ganz hilfreich, dass wir uns gut kennen und auch schon eine gewisse Erfahrung haben.“ Gemeinsam hat das Duo in den vergangenen drei Jahren dreimal den Deutschen Meistertitel im Zweier geholt. Und ganz alleine waren sie in Dortmund auch nicht: Steuermann Jonas Wiesen half als Trainer aus.

Vereinigung nächste Woche

Mit den anderen Ruderern waren die beiden ständig in Kontakt, Mitte nächster Woche erfolgt die Wiedervereinigung. Schmidt ist schon gespannt darauf: „Es ist dann auch schön, wieder mit der ganzen Mannschaft zu trainieren. Wir waren jetzt länger getrennt. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich alle entwickelt haben.“ Bis zum 25. Januar bleibt das Team Deutschland-Achter in Dortmund, wo noch der 2.000-Meter-Ergometer-Test ansteht. Anschließend geht es zu den Ausscheidungs-Rennen ins Trainingslager nach Montemor-o-Velho in Portugal.

11.01.2020 | von Felix Kannengießer

Richard Schmidt und Malte Jakschik sind nicht mit nach Sabaudia gefahren.

Stattdessen trainiert das Duo in Dortmund.

Richard Schmidt und Malte Jakschik sind ein eingespieltes Duo.

Ab Mitte nächster Woche ist das Team Deutschland-Achter wieder vereint in Dortmund.

Termine

9.-11.10.2020: Europameisterschaften in Posen/Polen

16-18.10.2020: SH Netz Cup in Rendsburg

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