Tim Schönberg ist jetzt ein halber Ironman

Der Vierer-Bundestrainer hat in seinem Urlaub in Italien seinen ersten Half-Ironman absolviert. Nach Olympia will er es über die volle Distanz probieren.

Während die Ruderer aus dem Team Deutschland-Achter es nach der langen Saison im Urlaub locker angehen lassen, hat Bundestrainer Tim Schönberg eine extreme sportliche Herausforderung angenommen. In der italienischen Emilia-Romagna-Region hat der 44-Jährige einen Triathlon über die halbe Ironman-Distanz absolviert. Den Antrieb gab ihm eine Wette mit Hannes Ocik, dem Schlagmann des Weltmeister-Achters.

„Ich hatte am Anfang der Saison ganz schön zugelegt, hatte knapp 100 Kilogramm drauf. Da ist die Wette mit Hannes zustande gekommen, dass ich bis zum Trainingslager in Völkermarkt im Juli auf 85 Kilogramm runter bin“, erzählt Schönberg, der sich daraufhin ein ordentliches Programm vornahm. Bis Völkermarkt – wo er auf dem Rad übrigens mit den Ruderern gemeinsam das Grundlagentraining absolvierte – trainierte er so hart, dass er sein Ziel locker schaffte. Er erreichte sogar ein Gewicht von nur 83,5 kg, kassierte einen Essensgutschein von Ocik ein und fasste sich ein neues Ziel: „Im Zuge des Abnehmens war ich so motiviert, dass ich mich für den Half-Ironman angemeldet habe.“

Schönberg hat Triathlon-Erfahrung

Der Triathlon ist für den ehemaligen Leistungsruderer kein fremdes Terrain. Im Jahr 2004 rackerte er sich erstmals über die olympische Triathlon-Distanz im Schwimmen (1,5 km), Radfahren (40 km) und Laufen (10 km) ab. Danach folgten zwei weitere Wettbewerbe, der letzte vor vier Jahren. „Das war jetzt schon eine lange Pause. Als Trainer im A-Bereich ist es nicht ganz einfach, weil die meisten Wettkämpfe während unserer Saison stattfinden. Da kann ich ja nicht einfach mal so für ein Wochenende weg“, erklärt Schönberg, der sich in der abgelaufenen Saison um den Vierer ohne Steuermann gekümmert hat.

Extreme Herausforderung macht „viel Spaß“

Da kam der Triathlon in der Saisonpause, den er mit seinem irischen Kumpel George Byrne anging, genau richtig. Und wurde zur besonderen Herausforderung: Beim Half-Ironman gilt es nämlich noch mehr Strecke zu absolvieren, 1,9 km im Schwimmen, 90 km auf dem Rad und 21 km zu Fuß. „So einen langen Triathlon habe ich noch nie gemacht, das war schon extrem“, sagt Schönberg, der seine vorher angepeilte Zielzeit von fünf Stunden fast auf die Sekunde genau erreichte: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Es hat insgesamt alles gut geklappt, und es hat viel Spaß gemacht.“

Beim nächsten Mal über die volle Distanz

Im kommenden Jahr stehen für den Trainer, wie für die Ruderer, die Olympischen Spiele in Tokio an vorderster Stelle. Danach aber könnte sich Schönberg ein erneutes Comeback im Triathlon vorstellen – dann über die volle Strecke des Ironman: „Das peile ich schon an, das Ziel ist beim nächsten Mal die volle Distanz. Ich bin da zuversichtlich, ich hatte diesmal nie das Gefühl, dass ich nicht mehr weitermachen kann.“ Wie fit er ist, das hat er auch kurz nach dem Half-Ironman bewiesen. Nach einem Tag Ruhepause ging es wieder auf die Laufstrecke, denn am nächsten Wochenende will Schönberg im Hamburger Alstertal noch einen Halbmarathon nachlegen.

25.09.2019 | von Felix Kannengießer

Tim Schönberg absolvierte den Half-Ironman in rund fünf Stunden und holte in seiner Altersklasse damit Platz 52.

In Italien war Tim Schönberg zu Fuß, per Rad und im Wasser unterwegs.

Termine

11.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal

28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

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