Nach Armbruch: Trebbow ist wieder optimistisch

Michael Trebbow brach sich beim Bankdrücken im Kraftraum im Trainingslager in St. Moritz den linken Unterarm

 

Es war ein Schock-Moment im Trainingslager des Teams Deutschland-Achter in St. Moritz: Beim Bankdrücken im Kraftraum brach sich Michael Trebbow den linken Unterarm. An der gleichen Stelle hatte sich der 22-Jährige schon im Juli 2016 einen Bruch zugezogen, die eingesetzte Platte war erst im September letzten Jahres entfernt worden. „Ich lasse mich davon nicht unterkriegen und will noch stärker zurückkommen“, sagt Trebbow, der in dreieinhalb Wochen auf eine Rückkehr ins Ruderboot hofft.

Nach seinem ersten Armbruch hatte der geborene Hamburger sich über die U23 zurückgekämpft, war im Oktober vergangenen Jahres nach Dortmund gezogen, um sich am Leistungsstützpunkt erstmals im A-Kader zu beweisen. In der zweiten Woche des Trainingslagers in St. Moritz geschah es dann: Armbruch im Kraftraum. „Das ist für mich ein Riesen-Rückschlag, vor allem, weil ich seit dem Umzug sehr gute Fortschritte gemacht habe“, sagt Trebbow: „Doch der erste Armbruch hat mir große mentale Stärke gegeben. Davon profitiere ich jetzt, ich schaue optimistisch nach vorne und werde nicht aufgeben.“ 

Glatter Bruch diagnostiziert

Michael Trebbow hatte Glück im Unglück, denn diesmal war es ein glatter Bruch, zudem wurde der Arm sofort in der Schweiz im Krankenhaus operiert. „Es kam aus dem Nichts. Ich habe 80 Kilogramm hoch gedrückt, plötzlich hat es bei der letzten Wiederholung geknackt. Mir war direkt klar, was passiert ist. Zum Glück stand Felix Brummel beim Bankdrücken hinter mir und hat mir die Stange sofort abgenommen“, erinnert sich Trebbow zurück und sucht nach Gründen für den Bruch: „Die Bohrkanäle waren noch nicht richtig zugewachsen, das ist wahrscheinlich auf ein Eiweiß-Defizit zurückzuführen. In der Übergangszeit, als ich vom Stützpunkt aus eine Wohnung gesucht habe, konnte ich leider nicht mein eigenes Essen für eine ausgewogene Ernährung zubereiten.“

„Aufhören kommt nicht in Frage“

Insgesamt ist die Heilungszeit auf sechs Wochen angesetzt, knapp die Hälfte hat Trebbow hinter sich. In den nächsten Wochen stehen weitere Röntgen- und CT-Aufnahmen an sowie eine Untersuchung der Knochendichte. Dann steht fest, wie gut die Heilung bislang verlaufen ist. Trebbow zeigt sich kämpferisch: „Schon beim ersten Armbruch habe ich gesagt: Aufhören kommt auf diese Art und Weise nicht in Frage. Das gilt immer noch. Ich hoffe, bald wieder Rudern zu können. Dann will ich erneut angreifen.“ 

 

24.01.18 I von Felix Kannengießer

 

 

Michael Trebbow mit seinem roten Gips im Kraftraum im Dortmunder Leistungsstützpunkt.

Michael Trebbow mit Arne Schwiethal bei der Langstrecke 2016 in Dortmund und bei der U23-WM 2015, als er mit dem U23-Achter Gold gewann.

Termine

01.10.2019: Trainingsauftakt in Dortmund

11.-26.11.2019: Trainingslager in Avis/Portugal
28.12.2019 - 13.01.2020: Ski-Trainingslager in St. Moritz/Schweiz 

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