„Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen“

Im Drei-Fragen-Interview erzählt Wolf-Niclas Schröder aus dem Deutschland-Achter von den bisherigen Auftritten der jungen Mannschaft

Nach dem Auftakterfolg beim Weltcup in Posen reihte sich der Deutschland-Achter beim Weltcup-Finale in Luzern auf Platz drei hinter Australien und Sieger Großbritannien ein. Für die junge Mannschaft war es erst der dritte Auftritt nach der Neuformierung. Wie die Leistung einzuordnen ist, was für Erkenntnisse aus den Weltcups gezogen werden und wie die Sportler nach vorne schauen, verrät Wolf-Niclas Schröder im Drei-Fragen-Interview.

Wie hast du den Weltcup in Luzern erlebt?

Wolf-Niclas Schröder: Wir haben uns im Vorlauf etwas schwergetan, auch weil wir das Rennen ein bisschen zu selbstverständlich angegangen sind. Wir sind am Start nicht gut losgekommen und dann nicht gut ins Rennen reingekommen. Im Finale war die erste Rennhälfte deutlich besser, das war genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir haben in die ersten 1.000 Meter viel investiert, aber danach waren wir zunehmend leer. Bis 1.500 Meter hat es noch ganz gut geklappt, dann fehlte uns ein wenig Physis und das Zusammenspiel im Endspurt. Daran wollen wir arbeiten. Wir müssen insgesamt stärker werden und noch besser zusammenarbeiten, damit wir mehr Kräfte auf der zweiten Streckenhälfte haben und uns hinten heraus nicht ergeben.

Wie ist die Leistung im Vergleich zu Posen einzuordnen?

Wolf-Niclas Schröder: Das ist schwer zu vergleichen, weil wir deutlich stärkere Gegner in Luzern hatten – das gilt auch für die Australier, die sich in Europa nun akklimatisiert haben und nochmal anders aufgetreten sind als in Posen. Auch wir haben hart an uns gearbeitet, es geht voran bei uns. In Posen haben wir während des Wettbewerbs eine starke Entwicklung gezeigt, das war diesmal leider nicht so. Daraus müssen wir lernen und die richtigen Schlüsse ziehen. Wir müssen daran arbeiten, jedes Rennen optimal zu nutzen.

Was erwartet euch in den nächsten Wochen?

Wolf-Niclas Schröder: Wir haben jetzt noch viereinhalb Wochen Training am Stützpunkt in Dortmund, bevor die Europameisterschaften beginnen. Die EM wird ein Highlight für uns – eine internationale Regatta zu Hause in München, da habe ich richtig Bock drauf. Danach geht es auch schon ins Trainingslager nach Völkermarkt und dann wartet die WM, auf die wir unseren größten Fokus legen. Bis dahin liegt aber noch viel Arbeit vor uns.

12.07.2022 | Interview: Felix Kannengießer

Der Deutschland-Achter mit Wolf-Niclas Schröder bei den Weltcups in Luzern und Posen.

Fotos: Detlev Seyb und Maren Derlien

 

Termine

European Championships in München (11.-13.08.2022)

Trainingslager in Völkermarkt/Österreich (15.-30.08.2022)

Trainingslager in Ternate/Italien (03.-09.09.2022)

Weltmeisterschaften in Racice/Tschechien (18.-25.09.2022)

SH Netz Cup in Rendsburg (30.09.-02.10.2022)

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