Erster Aufschlag beim Weltcup in Posen

Das junge Team Deutschland-Achter trifft in Polen auf internationale Konkurrenz

In der vergangenen Woche wurde das junge Team Deutschland-Achter 2022 präsentiert, am kommenden Wochenende haben die Ruderer die erste Standortbestimmung vor der Brust: Beim Weltcup im polnischen Posen treffen der Deutschland-Achter, der Vierer und der Zweier ohne Steuermann von Donnerstag bis Sonntag auf internationale Konkurrenz. Beim ersten Auftritt nach der Teampräsentation wollen die deutschen Sportler aber als erstes auf sich selbst schauen.

„Der Deutschland-Achter hat eine lange Tradition, eine lange Erfolgsstory. Da wollen die jungen Leute hin, und bislang sind sie gut unterwegs. Aber wir sehen uns momentan auch in der Rolle, dass die jungen Ruderer im Lernprozess sind. Die Ruderer sind motiviert und lernbegierig, sie sehen ihre Chance. Wir werden schauen, wie wir uns als Team entwickeln und woran wir weiterarbeiten müssen“, sagt Bundestrainer Uwe Bender und blickt auf die Konkurrenz beim Weltcup: „Es sind in Posen im Achter jetzt sieben Meldungen. Mit Australien und Kanada sind zwei Nationen aus Übersee dabei, die ich nicht erwartet hätte. Die werden ein sehr guter Maßstab für uns sein, wo die Reise hingeht.“

Neben der Konkurrenz aus Übersee haben noch Tschechien, Indien, Polen und die Ukraine für das Rennen gemeldet. Die erste Standortbestimmung wird der Deutschland-Achter krankheitsbedingt allerdings ohne Benedict Eggeling absolvieren müssen. Dafür rückt Mark Hinrichs ins Boot. Das deutsche Flaggschiff tritt somit in der Besetzung Mattes Schönherr, Wolf-Niclas Schröder, Torben Johannesen, Mark Hinrichs, Laurits Follert, Julian Garth, Jasper Angl, Olaf Roggensack und Steuermann Jonas Wiesen in Posen an. „In der Vorbereitung hat es ein paar Rückschläge durch Coronafälle gegeben. Es ist nicht optimal gelaufen, aber wir machen das Beste daraus“, so Bender.

Wiesen: „Den nächsten Schritt gehen“

Die Sportler brennen auf den ersten offiziellen Einsatz dieser Saison im Deutschland-Achter, aber sie wissen auch, welche Arbeit noch auf sie wartet. „Wir sind super motiviert. Genau so sind wir uns aber auch bewusst, welche Herausforderungen anstehen und natürlich bereit, dafür alles zu geben. Wir haben die Erwartung an uns selbst, das Bestmögliche zu erreichen“, erzählt Steuermann Jonas Wiesen: „Wir können noch nicht einschätzen, was die Gegner können. Aber wir fahren vor allem nach Posen, um unsere eigene Entwicklung voranzutreiben. Wir wollen langfristig erfolgreich sein, und beim Weltcup wollen wir den nächsten Schritt gehen.“

Schönherr ist neuer Schlagmann

Mattes Schönherr ist der neue Schlagmann im Deutschland-Achter. Seine Position will er aber nicht zu hoch hängen: „Mir wird eine besondere Rolle zugesprochen, aber jeder bei uns sollte wissen, was für einen Schlag wir fahren wollen und das gleiche Verständnis haben. Das Zusammenspiel läuft bei uns schon ziemlich gut. Man wird sehen, wie wir in Posen in die Saison reinkommen. Wir wollen versuchen anzugreifen.“

Vierer trifft auf Olympiasieger

Auch die Crew im Vierer ohne Steuermann ist heiß auf ihren ersten Einsatz. Theis Hagemeister, Malte Großmann, Max John und Marc Kammann treffen auf ein spannendes Feld mit zwölf Booten, darunter die USA, die Niederlande mit zwei Booten, Dänemark, Polen, Frankreich und Olympiasieger Australien. „Bei diesem Feld können wir gut sehen, wie wir aufgestellt sind“, meint Vierer-Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Wir wollen uns in Posen erstmal vernünftig positionieren und gucken, wie unsere Ausgangslage ist. Dann müssen wir zusehen, wie wir uns über die Saison steigern können.“

Zweier im Feld mit 18 Booten

Für den Vierer und den Deutschland-Achter geht das Renngeschehen ab Freitag los. Der Zweier ohne Steuermann hat seinen Vorlauf bereits am Donnerstag. Eigentlich waren zwei Zweier vorgesehen. Das Duo Tom Tewes und Mark Hinrichs wurde jedoch wieder abgemeldet, weil letzterer im Deutschland-Achter einspringt. Somit richten sich im Zweier alle deutschen Blicke auf Henry Hopmann und Leon Schandl, die sich in einem Feld von 18 Booten messen können.

15.06.2022 | von Felix Kannengießer

 

Beim Weltcup in Posen hat das Team Deutschland-Achter seinen ersten offiziellen Auftritt.

Bilder: Detlev Seyb

Besetzungen

Deutschland-Achter: Mattes Schönherr (Ruder-Club Potsdam), Wolf-Niclas Schröder (Ruder-Union Arkona Berlin), Torben Johannesen (Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg), Mark Hinrichs (Limburger Club für Wassersport von 1895/1907), Laurits Follert (Crefelder RC), Julian Garth (Crefelder RC), Jasper Angl (RV Münster), Olaf Roggensack (RC Tegel), Jonas Wiesen (RG Treis-Karden)
Vierer ohne Steuermann: Marc Kammann (Der Hamburger und Germania Ruder Club), Max John
(Olympischer Ruder-Club Rostock), Malte Großmann (Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg),
Theis Hagemeister (Frankfurter RG Germania)
Zweier ohne Steuermann: Henry Hopmann (RC Hansa Dortmund), Leon Schandl (Bessel-Ruder-Club Minden)

Zeitplan

Zweier ohne Steuermann: Vorlauf Donnerstag ab 18.35 Uhr; Hoffnungsläufe Freitag ab 15.40 Uhr; Halbfinals Samstag ab 11.05 Uhr; A-Finale Sonntag 11.08 Uhr.
Vierer ohne Steuermann: Vorläufe Freitag ab 10.25 Uhr; Hoffnungsläufe ab 16.10 Uhr; A-Finale Sonntag 12.53 Uhr.
Achter: Vorläufe Freitag ab 13.10 Uhr; Halbfinals Samstag ab 12.35 Uhr; A-Finale Sonntag 14.24 Uhr.

Termine

SH Netz Cup in Rendsburg

Freitag, 30.09.: Ergo-Cup im Rendsburger Hafen (19.30 Uhr)
Samstag, 01.10.: Sprintrennen im Rendsburger Hafen (16.10 Uhr)
Sonntag, 02.10.: 12,7-Kilometer-Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg (13.10 Uhr)
Nationen: Deutschland, Niederlande, USA, Ukraine

TV-Übertragung:
NDR Schleswig-Holstein Magazin (Fr., ab 19.30 Uhr)
NDR live (So., 13.00 Uhr - 14.00 Uhr)
Weitere Infos: shnetzcup.de

Deutschland-Achter GmbH
An den Bootshäusern 9-11
44147 Dortmund

Telefon: 0231-985125-11
Telefax: 0231-985125-25
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