Schandl: „Unser Bestes abrufen“

Im Interview berichtet Leon Schandl aus dem U23-Trainingslager in Ratzeburg

Nachdem im U23-Bereich die Entscheidungen für die U23-EM in Duisburg gefallen sind, bereiten sich die Ruderer in ihren neuen Formationen im Trainingslager in Ratzeburg auf den Saison-Höhepunkt vor. Rund die Hälfte der Zeit ist geschafft. Im Interview erzählt Leon Schandl aus dem Vierer ohne Steuermann vom Start im neuen Boot, den Messbootfahrten und den Zielen für die EM in Duisburg.

Wie sind die Bedingungen in Ratzeburg?

Schandl: Sehr gut. Wir haben mit dem Wetter richtig Glück gehabt, es ist fast schon ein bisschen zu warm. Es hat kein einziges Mal geregnet und war auch nur einmal bedeckt, als wir Rudern waren. Auch mit dem Wind hatten wir Glück, das ist in Ratzeburg ja nicht immer so. Ich hatte hier mal eine WM-Vorbereitung bei 16 Grad und Regen. Von daher bin ich mit 32 Grad und diesen Bedingungen sehr zufrieden.

Wie ist das Training im Vierer angelaufen?

Schandl: Wir hatten ja schon fünf Tage Vorbereitung am Stützpunkt in Dortmund, dadurch konnten wir in Ratzeburg direkt durchstarten. Wichtig waren auch die Messbootfahrten mit Stefan Weigelt, die wir sofort am Anfang absolviert haben. Da konnten wir unser Zusammenspiel nochmal gut angleichen, es funktioniert immer besser. Wir haben in dieser Formation ja vor dem Test in Hamburg nie zusammen gerudert. Man merkt auch die Coronapause. Wir sind in dieser Saison vergleichsweise wenig Vierer gefahren und müssen uns jetzt viel wieder erarbeiten.

Verschärft Corona auch die Bedingungen vor Ort?

Schandl: Wir halten uns natürlich an die gängigen Hygiene- und Sicherheitsregeln wie in Dortmund auch. Außerdem werden die Rudergruppen voneinander getrennt. Beim Essen hat jede Gruppe ihren zugeteilten Tisch und in unserer Unterkunft sind wir auch nur zu viert. Das ist schon was anderes als sonst und eine kleine Umstellung, die aber jeder versteht.

Wie gut kommt ihr vier außerhalb des Bootes klar?

Schandl: Wir verstehen uns sehr gut und unternehmen viel miteinander. Hier in Ratzeburg liegt unsere Unterkunft direkt am See. Da gehen wir nach dem Training auch gerne mal eine Runde baden. Das tut bei diesen Temperaturen einfach nur gut.

Was habt ihr euch für die zweite Hälfte des Trainingslagers vorgenommen?

Schandl: Wir haben durch die Messbootfahrten gute Erkenntnisse gewonnen, wollen nun die Fehler abstellen und weiter Fortschritte machen. Das Ziel ist es, noch schneller zu werden und noch besser zu harmonisieren.

Und mit Blick auf die U23-EM in Duisburg?

Schandl: Erst einmal ist es sehr erfreulich, dass die EM stattfinden kann. Es ist wichtig, einen Wettkampf zu haben, auf den man hinarbeiten kann. Und so zahlt sich auch die Arbeit aus, die wir im Winter geleistet haben. Über konkrete Ziele haben wir noch nicht gesprochen. Wegen Corona ist auch alles schwer einzuschätzen, welche Nationen antreten und auf welchem Stand sie sind. Wir wollen auf jeden Fall unser Bestes abrufen.

14.08.2020 | Interview: Felix Kannengießer

Leon Schandl hat sich die Ziele für die kommenden Wochen klar gesteckt.

Die Crew im U23-Vierer will „noch schneller werden“, so Schandl,…

…und weiter am Zusammenspiel arbeiten.

Termine

9.-11.10.2020: Europameisterschaften in Posen/Polen

16-18.10.2020: SH Netz Cup in Rendsburg

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